Beim Sarbanes-Oxley Act (SOX) geht es um eines: Finanzberichte, denen Anleger vertrauen können. Die IT ist nur dort betroffen, wo Systeme die Zahlen erzeugen, speichern oder verändern. Deshalb ist der IT-Teil enger gefasst, als die meisten befürchten.
| Abschnitt | Bedeutung | Ab wann er für ein neu börsennotiertes Unternehmen gilt |
|---|---|---|
| SOX 302 | CEO und CFO bestätigen persönlich jeden Quartals- und Jahresbericht sowie die zugrunde liegenden Offenlegungskontrollen. | Ab dem ersten Quartals- oder Jahresbericht nach dem Börsengang. |
| SOX 404(a) | Das Management beurteilt jedes Jahr das interne Kontrollsystem über die Finanzberichterstattung (ICFR), meist anhand des Rahmenwerks COSO 2013. | In der Regel ab dem zweiten Jahresbericht nach dem Börsengang. |
| SOX 404(b) | Der externe Abschlussprüfer testet diese Kontrollen und bestätigt ihre Wirksamkeit. | Nur für größere Emittenten (larger filers). Emerging Growth Companies sind bis zu fünf Jahre lang befreit, und Non-Accelerated Filers sind ganz davon ausgenommen. |
Auch wenn Ihr Unternehmen eine Zeit lang von 404(b) befreit ist, sieht sich Ihr Abschlussprüfer die IT-Kontrollen trotzdem an, und Schwächen, die bei der Vorbereitung des Börsengangs auffallen, müssen unter Umständen im Börsenprospekt (Registration Statement) offengelegt werden. Die Nachweise müssen deshalb von Anfang an prüfungsfest sein.